DIÖZESANVERBAND BERLIN

Ökumenischer Kreuzweg-Kirchgang

Jesus begegnet den weinenden Frauen – Wie eine Mutter tröstet, so will ich euch trösten“ Jes 66,13

Frauen stehen am Kreuzweg und weinen. Sie sehen wie Jesus verspottet und gefoltert wird, wie er leidet, stürzt und weiter geht. Sie haben Mitleid mit Jesus und seinen Schmerzen. Doch trotz seines Leids übersieht Jesus nicht die Frauen und spricht sie an. Auf unserer ersten Station unseres ökumenischen Kreuzweg-Kirchganges in der katholischen Kirche St. Marien, in Karlshorst, haben 100 Frauen und Männer über Jesus und seine Worte nachgedacht. Es gibt heute allen Grund über uns und unsere Kinder zu weinen, denn Leid, Not, Hass und Krieg gibt es viel in unserer Zeit. Doch Gott können wir unsere dunkle Seiten bringen und er wird sie hell machen. Das ist röstend und das haben wir symbolisch mit Kerzen ausgedrückt. Auf unseren Weg zur nächsten Station haben wir den Fragen nachgespürt Worüber habe ich geweint – oder konnte ich nicht weinen? Wer oder was hat mich getröstet?

Die zweite Station in der evangelischen Kirche „Zur frohen Botschaft“ stand unter dem Thema Trost. In einem Anspiel wurde deutlich, dass wir anderen, die sich an uns wenden und Trost brauchen oft nur vertrösten, weil wir wenig Zeit haben oder mit dem Leid des anderen nicht in Berührung kommen wollen. Doch wenn wir andere trösten tut es allen gut. Auch die Zusage Gottes, dass er uns tröstet wie eine Mutter tröstet, hilft uns in unserem Leid. Wir kennen alle Menschen an unserer Seite, bei denen wir uns geborgen, angenommen fühlen, die für uns da sind und uns zuhören. Bei Gott bin ich geborgen, still wie ein Kind singen wir und fühlen uns wohl.

Auf dem Weg zur dritten Station, die in der Katholischen Fachhochschule für Sozialwesen stattfand, machten wir uns Gedanken: Wem habe ich Trost gespendet, spende ich Trost? Der Fokus lag auf Trost weitergeben. Wir hörten einen Auszug aus der „Taschentuchrede“ von Herta Müller. Mit dem Segen gingen wir bewegt Bei einem kleinen Imbiss hatten wir Gelegenheit zur Begegnung und Gespräch.

Segen:

Du, Gott, umhülle uns mit deinem Segen,

mit deinem guten Blick auf jede von uns:

Sieh auf die Schritte, die mutigen und müden,

erfülle uns mit deiner Kraft,

damit wir uns den Menschen zuwenden, die uns brauchen.

Erfülle unsere Gedanken und Empfindungen

mit Wohlwollen und Barmherzigkeit,

damit sie sich neu ausrichten und helfen zu heilen,

was verwundet ist und was nach Trost sucht,

damit du mit deinem Leben in uns wachsen kannst.

So lass uns gehen, von Gott behütet. (Magdalena Bogner)

Angelika Streich

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Anstehende Veranstaltungen

22.07.2019
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