DIÖZESANVERBAND BERLIN

internationaler Frauentag

Ökumenischer Frauengottesdienst zum internationalen Frauentag

Thema: „Frauen schlagen auf die Pauke“

In Hoffnung „auf die lebendige, lachende, stärkende, frei von jeder Gewalt wehende Kraft Gottes“

gestalteten Frauen einen ökumenischen Frauengottesdienst zum internationalen Frauentag. Viele Vertreterinnen der Berliner Ökumene und Maria2.0 – auch einige Männer – füllten die Sophienkirche in Berlin-Mitte. „Frauen schlagen auf die Pauke“ war das Thema im Blick auf das 15. Kapitel im Buch Exodus. Dort wird beschrieben, wie die Prophetin Miriam den Israeliten Pauke schlagend und tanzend mit allen Frauen beim Durchzug durch das Rote Meer voranzieht.

„Und die Männer? Sie ziehen ihren Frauen hinterher ...“, so die Auslegung von Magdalena Möbius. „Frauen ziehen einem neuen Leben entgegen, im Vertrauen auf Gott und ihre eigene Stärke.“ Dieser Etappensieg hätte ihnen ungeheure Kraft und Hoffnung für die Zukunft gegeben.

Ihr „Befreiungs-Gerät“, die Pauke, hätten sich viele Frauen bis heute in Erinnerung gerufen. Wie auf dem Hungertuch über dem Altar dargestellt, nähmen sie weiter in vielen Protest- und Befreiungsbewegungen die Töpfe zur Hand, um damit Lärm zu veranstalten. Raya Preiss: „Wir hoffen, dass die Menschen in vielen Jahrhunderten nicht wieder zwischen den Zeilen suchen müssen, wenn sie auf unsere Geschichte heute blicken.“

„Ewige, wir bitten: Sieh die Not der Frauen. Sieh den Mut der Frauen. Stärke ihre Kraft zur Veränderung“, lautete der Fürbittruf. Dabei dachten die Frauen in der gut besetzten Kirche an Unterdrückte in Diktaturen, an Gefährdete durch den Klimawandel, an Frauen in „systemrelevanten Berufen“ mit niedrigem Lohn, an die Reformbewegung Maria2.0.

Vor dem „Vater und Mutter Unser“ lächelten sich alle einander durch ein Herz zu – geformt mit den eigenen Händen. Eingeladen wurde zum ökumenischen Kreuzweg-Kirchgang in Moabit am 18. März (siehe kfd-berlin.de), zum interreligiösen Gedenken zum 76. Jahrestag der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück am 18. April und zum nächsten ökumenischen Frauengottesdienst am 25. November.

Der Segen: „Gott, lebendige Lebenskraft, segne und ernähre dich, behüte deine Hoffnungen und schenke immer wieder langen Atem. Gott lasse ihr Angesicht leuchten über dir, dass du so manches strahlen siehst, was sonst dunkel scheint. Gott hebe ihr Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.“ Ein gemeinsames Schlusslied - „Seid einander Segen, schwimmt dem Strom entgegen“ - beendete in großer Runde vor der Sophienkirche den ökumenischen Frauengottesdienst.

Walter Plümpe, 08.03.2021

Nah dran

Beilage der kfd-Diözesanberbände Berlin, Erfurt, Dresden-Meißen, Görlitz und Magdeburg zum Mitgliedermagazin "Junia"

Predigerinnentag 2021: Die Geistliche Begleiterin Maria Ruby predigte in Leipzig.

Interview mit dem neuen kfd-DV Leitungsteam Magdeburg

60 Jahre Frauenwallfahrten im Bistum Erfurt: Pilgerinnen erzählen..

 

 

 

Anstehende Veranstaltungen