DIÖZESANVERBAND BERLIN

Klimawandel und Gerechtigkeit

Am Montag, den 03. Februar 2020 sind über 20 Frauen gekommen, um sich zum Thema Klimawandel und Gerechtigkeit zu informieren und auszutauschen. Eine Mitarbeiterin von Misereor zeigte anhand der Umweltenzyklika Laudato si (LS) des Papstes von 2015 und der Amazonassynode (2019) die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Gerechtigkeit auf. „Der Klimawandel ist ein globales Problem mit schwerwiegenden Umwelt-Aspekten und ernsten sozialen, wirtschaftlichen, distributiven und politischen Dimensionen; sie stellt eine der wichtigsten aktuellen Herausforderungen an die Menschheit dar.“ (LS 25) In ihren Ausführungen kam deutlich zum Ausdruck, worum es geht, nämlich um die Sorge um unser gemeinsames Haus, die Erde, und dass alles mit allem verbunden ist. Der Papst sieht die globalen Herausforderungen aus der Perspektive der Armen: Hört ihren Schrei und den Schrei der Erde“ (LS49). Armut und Umweltzerstörung müssen im Zusammenhang betrachtet werden, sie sind untrennbar verbunden.

Franziskus ruft uns zu einer ökologischen Umkehr auf, weil das bestehende System nicht mehr haltbar ist. Dabei geht es ihm um eine grundsätzliche Abkehr von bisherigen Modellen und nicht nur um kleine Veränderungen. Dabei sind es vor allem wir, die Menschen in den industrialisierten Ländern, und die weltweit Wohlhabenden, die weit über dem Niveau leben, dass die Erde aushält. Es liegt auf der Hand: es braucht ein neues Modell von Entwicklung und Fortschritt (LS 194, vgl. 163, 191). In diesem Sinne ist die Enzyklika eine Gerechtigkeits- und Umweltenzyklika.

Auf der Amasonassynode wurden quasi die Themen der Umweltenzyklika fortgesetzt. So war der „Schutz des gemeinsames Hauses“ ein zentraler Punkt der Amazonas-Synode. Es ging um die Ausbeutung der Rohstoffvorkommen, den Anbau von Monokulturen, die vor allem zu Problemen für die indigene Bevölkerung führen, u.a. zu Landkonflikten, Vertreibung und Umweltverschmutzung. Es ging auch darum den indigenen Traditionen mehr Aufmerksamkeit zu widmen und Seelsorge in einem riesigen und schwer zugänglichen Gebiet. zu ermöglichen.

Während der Amasonassynode wurde ein Katakombenpakt beschlossen. Hierbei verpflichten sich die Unterzeichnenden zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Lebensstil, zum Schutz der Schöpfung und der indigenen Völker sowie zu einem synodalen Miteinander in der Kirche.

Die Informationen die die Teilnehmerinnen an diesem Abend bekamen, waren sehr aufschlussreich und regten zum Nach- und Umdenken an. Eine Möglichkeit ist, sich durch eine Unterschriftenatkion für die Einführung eines Lieferkettengesetzes stark zu machen oder/und den Katakombenpakt zu unterzeichnen.

Angelika Streich

Nah dran

Frühjahrsbeilage der kfd-Diözesanberbände Berlin, Erfurt, Dresden-Meißen, Görlitz und Magdeburg zur Mitgliederzeitschrift "Frau+Mutter"

30 Jahre kfd im Osten, 1990 fand in Magdeburg die Gründungsveranstaltung statt.

Eine Kirche, die glaubwürdig sein will, muss Geschlechtergerechtigkeit vorleben. Berliner kfd-Frauen setzen sich für eine Erneuerung der Kirche ein.

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