DIÖZESANVERBAND BERLIN

Frauenzentrum Paula Panke

ein Besuch / 2. September 2019

Nicht weit entfernt vom Bahnhof Pankow in einem Gründerzeithaus besuchen heute die Berliner kfd-Frauenzentrum Paula Panke. Wir wollen uns informieren über Anliegen und Arbeit des Frauenzentrums, dass 1990 in der sechsten Etage eines Jugendstilhauses in der Schulstraße 6 entstand, um Frauen in der Zeit der friedlichen Revolution mit ihren Umbrüchen Orientierungshilfe und Unterstützung bieten sollte.

Benannt ist das Frauenzentrum nach einem nicht sehr angepassten Lehrling Paule Panke, der in den 80-er Jahren im Text eines Liedes der Ostberliner Band Panke vorkam. Erst 1989 konnte der Song veröffentlicht werden, früher hätte er die staatliche Zensur nicht überstanden. Die Schwester Paula ist nun eine würdige Namensträgerin für das Frauenzentrum.

Selbst in Pankow, dem reichsten Bezirk des Ostens, bedeutete die friedliche Revolution für Frauen eine dramatische Veränderung ihrer Lebensumstände. Väter verabschiedeten sich auf Nimmerwiedersehen, ohne weiter für ihre Familien zu sorgen; Arbeitslosigkeit trat ein; die Kinderbetreuung änderte sich zum Nachteil der Frauen und vieles mehr. Kurz – es gab Beratungsbedarf für alle Lebenslagen.

Heute betreuen sieben Mitarbeiter mit zwei vollen Stellen, vier Teilzeitkräfte und Praktikantinnen die Frauen und beraten in rechtlichen, sozialen und seelischen Konfliktsituationen; bieten kulturelle Bildungsreihen; bieten Schutz bei häuslicher Gewalt an Frauen und ihren Kindern; unterstützen das Erlernen von Sprachen; in Kursen können Frauen sich künstlerisch weiterbilden und vieles mehr.

Unterstützung erfährt das Frauenzentrum durch die Vernetzung mit anderen Frauennetzwerken, z. B. auch Evas Arche. Gemeinsam suchen sie nach Wegen, den Wandel von Lebens- und Arbeitsbedingungen gerade für Frauen zu erleichtern.

Leider ist es immer noch nötig, dass solche Einrichtungen wie das Frauenzentrum Paula Panke Frauen zur Seite stehen. Leider!

Berlin, 11. Oktober 2019

Rosemarie Rietz

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