DIÖZESANVERBAND BERLIN

Reise nach Obertruhbach

Bildungs- und Begegnungsreise der kfd im Erzbistum Berlin nach Franken

29. April – 3. Mai 2019

Die Frauen der kfd im Erzbistum Berlin gehen wieder auf Reisen, einige Männer dürfen mitfahren, wie in jedem Jahr. Strömender Regen begleitet die Fahrt über die Autobahn 9 nach Obertrubach. Der Name des Ortes war uns ebenso wenig vertraut wie vor einigen Jahren Lehesten. Dem schlechten Wetter fiel der erste Programmpunkt zum Opfer – ein Spaziergang durch die Bayreuther Eremitáge, die 1715 entstandene Parkanlage mit Wasserspielen und Bauwerken, die zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört.

Unsere Unterkunft in Obertrubach war nur über eine halsbrecherisch schmale und bergige Straße zu erreichen, eine besondere Herausforderung für den Busfahrer. Nach oben ging es noch, nach unten erwies sich die Straße als stärker. Fazit – wir mussten täglich zweimal die Straße zu Fuß bewältigen, der Bus parkte im Ort.

Gerlinde Maus hat wieder ein strammes Besuchsprogramm ausgearbeitet und bringt uns immer an den Rand der Erschöpfung. Am ersten Tag stand Bayreuth auf der Liste. Eine St6dtführung durch die kleine, ehemalige Residenzstadt führte uns zum Alten und Neuen Schloss mit Park, zum wunderschön restaurierten Markgräflichen Opernhaus, errichtet auf Wunsch der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen, Markgräfin Wilhelmine und zum Wohnhaus von Richard Wagner – dem Haus Wahnfried. Eine exzellente Führung macht uns mit dem opulenten Leben und Wirken Richard Wagners und seiner Familie bekannt.

Am nächsten Tag tauchen wir wieder in Geschichte ein, bei einer Besichtigung von Schloss Greifenstein, dem Stammsitz der Familie von Stauffenberg, seit 1691 in deren Besitz. Die privaten Räume, ausgestattet mit monströsem Mobiliar samt Büchern und Waffen, machen mächtig Eindruck.

Der nächste Programmpunkt fällt den schmalen fränkischen Straßen zum Opfer, das „Museum Fränkische Schweiz“ in Tüchersfeld. Der Bus hätte nach oben fahren können, aber nicht wieder nach unten. Das hatten wir schon und entschlossen uns, diese Wissenslücke nicht zu schließen. Eine Kaffeepause an einer vielbefahrenen Bundesstraße musste uns entschädigen. In der Nähe entdeckten wir einen der wunderschön gestalteten fränkischen Osterbrunnen.

Nach dem Kaffee folgte in Forchheim die Bierverkostung in einem Lokal an der Hauptstraße. Wir erfuhren viel über das Bierland Franken mit seinen vielen kleinen Brauereien. Ein kleiner Spaziergang durch Forchheim schloss sich an, bevor wir zu unserem Quartier in Obertrubach aufbrachen.

Donnerstag, der anstrengendste Tag mit der Besichtigung von Bamberg stand vor uns. Die alte fränkische Kaiser- und Bischofsstadt erstreckt sich über die Talsenke der Regnitz. Zwischen ihrem rechten und linken Arm – der rechte wurde zum Main-Donau-Kanal ausgebaut – liegt die Inselstadt, im Südwesten die Gärtnerstadt und der zentrale Domberg.

Wir spazieren an der Regnitz entlang, bewundern Klein-Venedig, die mittelalterlichen Gassen mit ihren kleinen Läden und erklimmen den Domberg, um den romanischen Dom St. Peter und Paul in Augenschein zu nehmen. Er beherbergt das Grab des einzigen heiliggesprochenen Kaiserpaares des Heiligen Römischen Reiches, Heinrich II. und seine Frau Kunigunde, sowie das einzige Papstgrab Deutschlands. Und natürlich das Standbild des Bamberger Reiters aus dem 13. Jahrhundert. Seit dieser Zeit wird gerätselt, wen das Standbild darstellt, bis heute gibt es darauf keine Antwort.

Wir genießen in der wunderschönen Stadt noch ein Mittagessen und die Prunkzimmer in der Residenz, bevor der Fußmarsch zum Bus beginnt, um die Fahrt nach Obertrubach anzutreten.

Der letzte Tag ist angebrochen. Die Koffer und wir selbst müssen nach unten zum Bus expediert werden, um die Fahrt nach Berlin zu Beginnen. Als letzten Punkt stand noch die Besichtigung der Schlosskirche in Eisenberg auf dem Programm. Dieser Punkt fiel einem Ausfall der Batterie im Bus zum Opfer. Der unfreiwillige Aufenthalt in Frankental dauerte einige Stunden, konnte aber durch eine Firma aus Leipzig behoben werden.

Eine Fahrt voller schöner Erlebnisse und kleiner Katastrophen fand ein gutes Ende. Der Dank der Teilnehmer an Familie Maus ist gewiss.

Berlin, 11. Mai 2019

Rosemarie Rietz

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30 Jahre kfd im Osten, 1990 fand in Magdeburg die Gründungsveranstaltung statt.

Eine Kirche, die glaubwürdig sein will, muss Geschlechtergerechtigkeit vorleben. Berliner kfd-Frauen setzen sich für eine Erneuerung der Kirche ein.

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