DIÖZESANVERBAND BERLIN

Tagesfahrt nach Calau

7. August 2018

Warum gab es auf dem Calauer Kirchdach an der Ostseite einen Wetterhahn und keine Henne?

Wer hätte denn da die Eier auffangen sollen?

Bei einer Fahrt nach Calau, wie sie die kfd an diesem heißen Augusttag unternimmt, kommt man ohne die berühmten Kalauer nicht aus. Das kleine Städtchen lebt mit diesen Wortwitzen und pflegt sie im gesamten Stadtbild.

Calau, seit 1815 zu Preußen gehörend, liegt idyllisch im Süden Brandenburgs in unmittelbarer Nähe des Spreewaldes und des Niederlausitzer Landrückens. Die Marienkirche, deren Turm man besteigen kann, der Marktplatz, die Cottbuser Straße als Flaniermeile sind die Schmuckstücke der Stadt, durchsetzt mit einem Witzrundweg und vielen kleinen Schusterjungs, Skulpturen, die an die Zeit der vielen Schustermanufakturen erinnern, deren Gesellen von ihren Wanderschaften Anekdoten mitbrachten, sie erzählten und weitertrugen. Sie bildeten den Grundstock für die seit 1848 im Berliner Satireblatt „Kladderradatsch“ veröffentlichten Witze – die Kalauer waren geboren. Es sind Wortspiele mit Wörtern unterschiedlicher Bedeutung von gleichem Klang oder gleicher Schreibweise.

Nach einem sehr informativen Stadtrundgang flüchten wir uns vor der Hitze in den ebenso heißen Bus und statten noch der katholischen Kirche St. Bonifatius einen Besuch ab. Die Kirche gehört zum Gemeindeverbund Heilige Familie in Lübbenau und zeichnet sich durch ein besonderes Gewölbedach aus. 

Nach einem sehr informativen Stadtrundgang flüchten wir uns vor der Hitze in den ebenso heißen Bus, fahren zum Mittagessen in einen Landgasthof und anschließend nach Sagritz zur Kanower Mühle, wo wir in die Geheimnisse der Ölherstellung eingeweiht werden. Seit 1815 im Familienbesitz fertigt die Familie Behrendt kaltgepresste Öle von höchster Qualität. Im schattigen Garten dürfen wir das berühmte Leinöl und viele andere seltene Erzeugnisse probieren. Der Hofladen lädt dann ein, diese Köstlichkeiten zu erwerben, was sich unsere qualitätsbewussten kfd-Frauen nicht entgehen lassen.

Der Bus bringt uns zum restaurierten Gutshof Sagritz, in dessen schattigem Hof eine Tafel mit Kaffee und Kuchen für uns gedeckt ist. 1836 erwarb Major Eduard von Kleist das Rittergut, 1945 wurde es enteignet und dem volkseigenen Gut Sellendorf zugeschlagen, dass seine Hühner und Schafe darin unterbrachte. Seit 2003 kümmert sich die Familie Rinka um das historische Bauwerk und restauriert es detailgetreu. Gäste werden begrüßt und können sich in der schönen Umgebung erholen. Wir haben uns wohlgefühlt.

Letzte Station unserer Fahrt ist das Kloster Alexanderdorf, wo wir mit den Benediktinerinnen die Vesper beten. Das ehrwürdige Kloster St. Gertrud, 1934 hervorgegangen aus der Gemeinschaft der Hildegard-Schwestern und 1984 zur Abtei erhoben, ist bei vielen kfd-Frauen beliebt als Stätte der Ruhe und Besinnung.

Gegen 19 Uhr endet diese Hitzeschlacht am ZOB in Berlin. Unser Dank gilt Herrn Finke für seine besonnene Fahrt und besonders Irmgard Königstorfer für die hervorragende Vorbereitung und Durchführung dieser traditionellen Tagesfahrt.

Berlin, 15. August 2018

Rosemarie Rietz

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