DIÖZESANVERBAND BERLIN

Gottesdienst zum Festtag Maria von Magdala

Maria von Magdala gehört neben Maria, der Mutter Jesu, zu den bekanntesten Frauen der Bibel. Sie ist einer der Jüngerinnen Jesu, ist Augenzeugin seiner Kreuzigung sowie die erste Zeugin und Verkünderin seiner Auferstehung. Ihr Gedenktag ist der 22. Juli. Papst Franziskus hat sie im Jahr 2016 den Aposteln liturgisch gleichgestellt und erhob ihren Gedenktag zum Festtag. Aus Rom ist dies ein wichtiger Schritt für die Wertschätzung dieser besonderen Frau. Gleichzeitig soll er aber auch zum Nachdenken über die Würde und Rolle der Frauen in der Kirche anregen.

Dem Meßbuch ist für den Festtag eine eigene Präfation hinzugefügt worden:

„In Wahrheit ist es würdig und recht, dir zu danken, allmächtiger Vater, da deine Barmherzigkeit nicht geringer ist als deine Macht, und dich in allem zu preisen durch unseren Herrn Jesus Christus. Denn er ist im Garten Maria Magdalena erschienen, die ihn geliebt hatte, als er auf Erden lebte. Sie schaute ihn, als er starb, am Kreuz, sie suchte ihn im Grab, als erste betete sie ihn an, als er erstand von den Toten. Er aber hat sie ausgezeichnet mit einem Auftrag für die Apostel, damit die frohe Botschaft vom neuen Leben sich ausbreite bis an die Enden der Erde. Darum, o Herr preisen wir dich mit allen Engeln und Heiligen und singen voll Freude das Lob deiner Herrlichkeit.“

Aus der Präfation zum Heiligenfest in:Nachhaltig leben(Schwabenverlag, Ostfildern, 2018)

Am Vorabend des Festtages der hl. Maria von Magdala haben sieben Frauen aus der Gemeinde Sankt Dominicus, in Berlin Neukölln, für die Vorabendmesse einen Wortgottesdienst zu Ehren dieser Heiligen vorbereitet. Zusammen mit den Gläubigen haben sie sich in Freude und Dankbarkeit zu diesem Wortgottesdienst versammelt. Sie dankten Gott für die treue und liebende Jüngerin, für die Glaubensbotin und mutige Apostelin und trugen ihre Ängste, Sorgen, ihr Versagen und Zögern vor Gott.

Diese heilige Frau kann auf Grund ihrer Glaubensstärke, Treue und Klarheit, Orientierung und Kraft für uns Frauen und unseren Alltag geben, aber auch erneuernd und wegweisend für die ganze Kirche heute sein.

Die Botschaft von Maria von Magdala wurde in einer Meditation wie folgt ausgedrückt:

Sich finden lassen

Im Dunkel der Trauer bricht sie auf:

Maria von Magdala, berufen, Zeugin zu sein.

Dreimal spricht das Evangelium von ihren Tränen,

von der Tiefe des Schmerzes, den sie durchleidet.

Ihre Tränen stehen für die lösende, erlösende Kraft,

die sie nun wiederfindet, von der sie gefunden wird:

„Maria!“ - „Rabbuni!“

Ohne den Gang zum Grab, ohne die Suche nach dem Toten,

ohne die Tränen der Trauer keine Begegnung mit IHM!

Sich auf der Suche nach dem Toten vom Lebendigen finden lassen:

das ist die Botschaft der Maria von Magdala.

Feiern wir jedes Jahr den Festtag Maria von Magdala und tragen wir so dazu bei, dass der Einfluss von Frauen in der Kirche stärker wird und sie kirchliche Ämter und Dienste ebenso selbstverständlich wie Männer ausüben können.

Angelika Streich 

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