DIÖZESANVERBAND BERLIN

Diakonat der Frau

Seit vielen Jahren, am Fest der heiligen Katharina von Siena, das am 29.April begangen wird, setzen sich die kfd, der KDFB, das ZdK und das Netzwerk Diakonat der Frau dafür ein, dass Frauen die sakramentale Weihe des Diakonat erhalten und zu allen Weiheämtern zugelassen werden. Bisher vergeblich. Doch es sind vor allem Frauen, die in den Kirchen diakonisch tätig sind. Professorin Dr. Christine Funk hat am 07. Mai in ihrem Vortrag „Berufungen sehen und handeln – Über die Ordination von Diakoninnen „ ihre Beobachtungen geschildert. In allen Diözesen Deutschlands sind sie diakonisch tätig. Da sind z.B. die Frauen in Magdeburg, die sich vor vielen Jahren zur Diakonin ausbilden ließen. Sie übernehmen dienende Tätigkeiten, Krankenbesuche, Altenpflege, Katechete und vieles mehr. In der Diözese Aachen hat eine Frau die vielfältigen Aufgaben in der Gemeinde übernommen, Kinder- und Jugendarbeit, Beerdigungen, Wortgottesdienste und vieles mehr. Von den Kindern wird sie als Frau Pfarrerin angesprochen, da der Pfarrer nicht mehr jeden Sonntag vor Ort sein kann und den Kindern kaum bekannt ist. Im Saarland kümmern sich Frauen um Kapläne aus Indien und unterweisen sie in unsere Kultur und Glaubensvollzügen. Alles ohne sakramentale Weihe.

viele langjährige Mitglieder der kfd haben sich Jahrzehnte für den Diakonat der Frau eingesetzt. In der anschließenden Diskussion wurde ihre Enttäuschung und Verbitterung deutlich. Mehr und mehr ziehen sie sich innerlich von ihrer Kirche zurück. Besonders junge Frauen kehren der Kirche den Rücken. Eine anwesende junge Frau bestätigte, dass der Diakonat der Frau für die junge Generation nicht mehr von Bedeutung ist. Sie streben keinen Beruf in der Kirche an, sondern suchen sich ihren Platz dort, wo Gleichberechtigung längst besteht. Wenn die Kirche nicht weiter an Bedeutung verlieren will, dann sollte sie die Frauen nicht ausschließen.

Die Referentin ermunterte die Teilnehmerinnen ihre Anliegen auf verschiedene Wege einzubringen, gerade jetzt in Zeiten des Umbruchs, z.B. wieder vermehrt Andachten gestalten oder das Fest der hl. Magdalena von Magdala in den Fokus rücken. Sie ist zur Apostelin ernannt und sollte auch so an ihrem Festtag wie die Apostel im Gottesdienst gewürdigt werden.

Die Gespräche wurden bei einem Glas Maibowle fortgesetzt.

Angelika Streich

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Anstehende Veranstaltungen

22.07.2019
DV Berlin, Rosenkranz-Basilika, Kieler Str. 10, 12163 Berlin