DIÖZESANVERBAND BERLIN

Literarischer Abend

„Brandgefährlich“

Montagnachmittag, 17:00 Uhr. 28 interessierte Frauen und Männer sind gekommen, um der Autorin Juliane Streich zuzuhören. Sie stellt das Buch „Brandgefährlich – Wie das Schweigen der Mitte die Rechten stark macht“ vor, das sie zusammen mit dem zurückgetretenen Bürgermeister Markus Nierth aus Tröglitz geschrieben hat. Der Bürgermeister schildert anschaulich seine schrecklichen Erlebnisse, die er und seine Familie erfahren, weil sie sich für Flüchtlinge einsetzen. Sie sind fremdenfeindlicher Hetze und persönlichen Angriffen ausgesetzt. Dann brennt auch noch die geplante Flüchtlingsunterkunft. Bei der Landtagswahl bekommt die AfD 31,5 % der Stimmen und die NPD 4,9%. Den Autoren geht es um die Hintergründe, die dazu führen, dass sich so viele Menschen rechts positionieren. In dem Buch werden Biographien der Enttäuschten und Zurückgelassenen aufgezeigt, Fehler der Politik benannt und Lösungsansätze aufgezeigt.

Nach dem Juliane Streich einige Kapitel vorgelesen hat, bestand die Möglichkeit zur Diskussion. Die Anwesenden haben davon rege Gebrauch gemacht.

Alle waren sich einig, dass es äußerst wichtig ist, Rechtsextremismus entgegenzuwirken, nicht zu schweigen und sich zu engagieren, gerade in ländlichen Gegenden. Viele waren erstaunt und sehr betroffen, wie viel der Bürgermeister und seine Familie an persönlicher Bedrohung und Hetze ausgehalten haben und trotzdem in Tröglitz geblieben sind. Die Informationen zur fremdenfeindlichen Hetze im Internet und der Hass den die Neonazis anheizen wurde mit Schrecken wahrgenommen.

Es war ein sehr informativer Abend, der bei vielen noch lange nachwirken wird.

Angelika Streich

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