DIÖZESANVERBAND BERLIN

Pastorale in Magdeburg

vom 19. bis 22. September 2019

Die Pastorale in Magdeburg hat bereits Tradition, 2006 und 2009 fanden zwei "Pastorale" statt. Jetzt, 25 Jahre nach der Neuordnung der katholischen Kirchenstrukturen im Osten Deutschlands können sich die Besucher*innen bei mehrtägigen Zusammenkünften über die Herausforderungen für das kirchliche Leben im säkularen Umfeld auszutauschen.

Die Veranstalter laden ein zu Rück- und Ausblick: Was hat sich verändert? Vor welchen Herausforderungen stehen wir?

Die kfd-Frauen vom kfd-Netzwerk-Ost beteiligen sich an der „Pastorale“.

Freitag, 20.9.19

um 16.45 Uhr: Podiumsrunde zum Thema: “Frauen in der Kirche“ mit Barbara Striegel, Merseburger kfd-Frau und Mitglied im Bundesvorstand und Anne Borucki-Voss aus Berlin, Mitarbeiterin des ökumenischen Frauenzentrums Evas Arche und kfd-Frau

Samstag, 21.9.19

kfd-Präsenz vor Ort im Roncallihaus am Stand im Vorraum der Fachakademie ab 9.00 Uhr bis max. 18.30 Uhr Speed-Dating mit der kfd: 13.00 Uhr Angelika Pohler, Leipziger kfd-Frau und Gruppensprecherin

Das genaue Programm finden Sie unter diesem Link: www.die-pastorale.de

Fahren Sie nach Magdeburg. Tageskarten können vor Ort erworben werden.

Aktionswoche

"Macht Euch stark für eine geschlechtergerechte Kirche"

unter diesem Titel steht unsere Aktionswoche 23.-29.September 2019. Der Auftakt ist am 23. September in Fulda.

Dass die Charismen und die Spiritualität von Frauen wertgeschätzt und ihre Berufungen ernst genommen werden, dafür setzen wir uns ein. Die Kirche der Zukunft wird von Frauen und Männern gleichberechtigt geleitet werden müssen.

Wir machen uns zu Vorreiterinnen einer Erneuerung der Kirche und nutzen dafür öffentlichkeitswirksame Aktionen. Unsere kfd-Aktionswoche ist eine wunderbare Gelegenheit, um mit neuen Frauen ins Gespräch zu kommen, Sie als Mitstreiterinnen zu gewinnen und für unsere kfd zu begeistern.

Haben Sie Lust eine Aktion zu starten?

Das Symbol der Aktionswoche ist das Purpurkreuz. Dieses und weitere Materialien können Sie beim Bundesverband anfordern bzw. herunterladen und vor Ort vervielfältigen.

Materialien anfordern

Bundesversammlung

Auf der Bundesversammlung, die vom 20. Juni bis 22.Juni 2019 in Mainz statt fand, haben die Delegierten am 21. Juni 2019 das Positionspapier "gleich und berechtigt. Alle Dienste und Ämter für Frauen in der Kirche" einstimmig verabschiedet.

Mit Nachdruck fordert die kfd darin die längst fällige Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Kirche und den Zugang von Frauen zu allen Diensten und Ämtern in der Kirche.

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Außerdem wurde das Positionspapier "nachhaltig und geschlechterrecht weltweit" verabschiedet.

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Maria 2.0

Frauen und Männer sind der Einladung maria 2.0 gefolgt und kamen am Donnerstag, 16.05.2019 zum Gottesdienst vor die St. Hedwigskathedrale und haben ein wichtiges Zeichen zur Erneuerung der Kirche gesetzt.

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Diözesanversammlung

Am 30.03.2019 kamen 38 Delegierte zur ordentlichen Diözesanversammlung in die Geschäftsstelle der kfd. Auf Grund der Glaubwürdigkeitskrise, die durch das Bekanntwerden des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche verstärkt wurde, beschäftigten sich die Delegierten mit dem Missbrauchsskandal. Zunächst wurden die Fakten bekannt gegeben und danach im Austausch Lösungsmöglichkeiten zusammengetragen. Wichtige Ergebnisse waren: mit den Betroffenen sprechen, ihnen glauben und sie stärken. Alle, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben. sei es in der Familie oder in den verschiedenen Einrichtungen müssen geschult werden und die Kinder müssen über sexuelle Übergriffe aufklärt werden. Das überhöhte Bild des Priesters muss sich ändern. Sie sind durch ihre Weihe keine besseren Menschen.

Am Nachmittag wurde ein neues Leitungsteasm gewählt. Dem Leitungsteam gehören nun an: Christa Drutschmann, Irmgard Königstorfer, Gabriele Kraatz, Angelika Plümpe, Rosemarie Rietz, Maria Schmülling und Angelika Streich.

Verabschiedet wurde Edith Hoppe.Sie hat nicht mehr kandidiert.

Eine Kirche für viele statt heiligem Rest

06.02.2019

Buchvorstellung im Bernhard-Lichtenberg-Haus durch Kathedralforum und Frauengemeinschaft:

„Eine Kirche für viele statt heiligem Rest“ von Erik Flügge und David Holte

BERLIN. „90 Prozent der Kirchenmitglieder nehmen nicht am Gemeindeleben Teil. Sie zahlen nur für den Rest. Kann das wirklich die Idee einer Kirche sein?“ Diese Frage stellte Co-Autor David Holte seinen gut 30 Zuhörern im Bernhard-Lichtenberg-Haus. Bettina Birkner vom Kathedralforum und Angelika Streich von der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands hatten ihn zur Vorstellung seines Buches eingeladen. Zusammen mit Erik Flügge hatte der junge Kölner zum letzten Katholikentag in Münster das Buch geschrieben „Eine Kirche für viele statt heiligem Rest“.

70 Seiten „provokant und subjektiv“, wie er einräumte.

Trotz vieler Belege für einen Glaubensschwund hat Holte das Christentum noch nicht aufgegeben. „Ich glaube noch daran, dass es bestehen kann. Weil das Christentum vielleicht die faszinierendste unter allen Religionen ist. Die eine Religion, die nicht den Sieger feiert, sondern den Gekreuzigten“, las er aus seinem Buch vor.

Den Abend eröffnete er mit einem kleinen gedanklichen Experiment: „Ich möchte mir eine Kirche vorstellen, die 90 Prozent ihrer gesamten zur Verfügung stehenden Mittel für die 90 Prozent ihrer Mitglieder aufwendet, die heute nicht am Gemeindeleben teilnehmen. Die 10 Prozent, die heute alles bekommen, sollen in dieser Kirche den Anteil haben, der ihnen entspricht: ein Zehntel vom Ganzen.“

Was könnte diese Kirche tun, wenn sie all ihr Geld in Personal investieren würde?, fragte er weiter. Und am Ende seiner Zahlenspiele stand ein ganzer Arbeitstag, der pro Haushalt zur Verfügung stünde. „Für die allermeisten wäre das unfassbar viel mehr als alles, was sie jemals mit ihrer Kirche erlebt haben“, resümierte er. „Sehr viel Zeit für alle – außer natürlich für die Wenigen, die seither alles bekommen.“ Die wenigen Kirchenmitglieder, die aktiv am Gemeindeleben teilnehmen, „nehmen alles für sich und teilen nicht gerecht“. Das verstand er nicht als Vorwurf, da die Kirche genau diese Nutzung anbiete.

Für eine Gemeinde mit 5.000 Haushalten ließen sich mit 30 Personen ein Besuch für jeweils zwei Stunden finanzieren, „und das sechs Stunden am Tag, also drei Besuche pro Mitarbeiter pro Tag“. Das ergäbe zusammen 43.200 Besuche, ohne eine einzige Überstunde gesammelt zu haben. Bei 5.000 Haushalten würde jedes Gemeindemitglied sogar über acht Mal besucht. „Beinahe jeden Monat könnte man an der Türe klingeln und sich Zeit nehmen. Nicht nur einen Moment, sondern ganze zwei Stunden lang. Man könnte über Gott und die Welt sprechen und vielleicht genau das werden, wofür sich viel zu viele Menschen heute Therapeuten suchen: Seelsorger.“

Statt in Hausbesuchen stecke das Geld im Unterhalt von Gebäuden, in Diözesanverwaltungen, Universitäten, Struktur und Binnenkultur. „Es steckt überall, nur nicht im Glauben vieler Mitglieder“, beklagte Holte die Privilegien der 10 Prozent. Und diese Minderheit wolle keine Veränderung dieser Situation. Dieses Zehntel der Kirchenmitglieder „weiß sehr genau, dass jede Veränderung zugunsten der anderen Mitglieder zu ihren Lasten geht“. Daher würden die Privilegien hartnäckig verteidigt. „Nichts darf sterben, aber alles im langen Siechtum verweilen.“

Hinter diesem Vorwurf sah der Autor „systemischen Egoismus“ und forderte eine Umkehr des Prinzips vom Abwarten zum Aufsuchen. „Eine Kirche der Vielen, eine Kirche der Zukunft trennt sich von Immobilien und der damit verbundenen Verantwortung. Sie stellt konsequent ein, was nur aus verzweifeltem Festhalten an der Tradition weiter getragen wird.“ Eine Kirche, die weiter bestehen wolle, müsste sich allen ihren Mitgliedern zuwenden, den 100 Prozent und nicht nur weiterhin den 10 Prozent.

Seine provokanten Thesen beendete David Holte mit einem Vorschlag: Postkarten an alle Gemeindemitglieder zu Ostern, handgeschrieben von Mitgliedern. Der Text könnte lauten: „Ostern ist das wichtigste Fest für uns Christen. Wir feiern, dass Jesus von den Toten auferstanden ist, und hoffen deshalb darauf, dass auch wir von den Toten auferstehen. Sie sind Mitglied in unserer Kirche, und darum wollen wir Ihnen mit dieser Karte Hoffnung machen. Wir glauben, dass Sie auferstehen werden. Herzliche Grüße von Ihrer Kirchengemeinde. Schön, dass Sie bei uns Mitglied sind.“

Walter Plümpe

sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche

Unter dem Motto #MachtLichtAn fordert die kfd die deutschen Bischöfe auf, Licht in das Dunkel der Missbrauchsverfälle zu bringen, verkrustete Machtstrukturen abzuschaffen, unabhängige Missbrauchsbeauftragte einzuetzen und die kirchliche Sexualmoral zu verändern. 

Als Berliner*innen haben wir uns an der Unterschriftenaktion beteiligt und mehr als 50 Postkarten unterschrieben, die der Deutschen Bischofaskonferenz zu ihrer Frühlingstagung übergeben werden.

 Informationen

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung  ist am Sonntag, 03.02.2019 ein offener Brief von Theolog*innen und Prominenten  an Kardinal Marx veröffentlicht worden. Sie fordern, die Veränderung der Strukturen der katholischen Kirche.

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90 Jahre kfd-Bundesverband e.V.

07.10.2018

90 Jahre kfd-Bundesverband e.V.

Berliner kfd-Frauen waren am 06.10.2018 dabei, als im rustikalen Festzelt auf dem Staufenplatz in Düsseldorf das Jubiläum mit einem FrauenFestMahl gefeiert wurde. Aus dem gesamten Bundesgebiet waren 600 kfd-Frauen gekommen, um zu feiern und sich auszutuaschen. Es wurden in verschiedenen Talks verbandspolitsiche, gesellschaftliche und kirchenpolitische Themen mit Gästen aus Politik und Kirche diskutiert. 

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sexueller Missbrauch erschüttert die katholische Kirche

25.09.2018

Die deutschen Bischöfe haben heute auf ihrer Herbstvollversammlung in Fulda die Ergebnisse der Studie über den sexuellen Missbrauch an Minderjährigen durch Kleriker vorgelegt. Die Studie wurde von ihnen 2014 in Auftrag gegeben. Das Ausmaß und das Versagen im Umgang mit dem sexuellen Missbrauch erschüttert und ist ein Skandal. Zum Schutz der Institution und der betroffenen Priester wurde weg geschaut, verharmlost und geschwiegen. Die erschütternden Zahlen sind nur die Spitze des Eisbergs wie die Wissenschaftler herausgearbeitet haben und der sexuelle Missbrauch kein historisches, sondern ein anhaltendes Problem. Eine weitere Aufklärung und Aufarbeitung ist deshalb dringend erforderlich. Es muss Konsequenzen geben und im Sinne der Betroffenen gehandelt werden. In den Kirchenstrukturen muss es gravierende Veränderungen geben: Die „Männerbünde“ müssen durchbrochen werden. Die gesamte Leitungs- und Ämterstruktur der Kirche muss weiblicher werden. Auf allen Ebenen müssen Frauen und Männer mitentscheiden können. Ein Umdenken in Bezug auf das Priesterbild bedarf einer tiefgreifenden Veränderung. Priester sind nicht Stellvertreter Gottes, sondern Diener.

Die Zeit ist reif. Wann, wenn nicht jetzt.

Angelika Streich

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Mütterrente

Der KDFB und die kfd hat in fünf Wochen über 60000 Unterschriften gesammelt und sie an den Bundessozialminister  Hubertus Heil übergeben.

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Ökumenischer Kongress in Osnabrück

Vom 06.12.-09.12.2017 fand der Ökumenische Kongress in Osnabrück statt, an dem auch die kfd beteiligt war. Weitere Informationen

 

 

Nah dran

Herbstbeilage der Diözesanverbände Berlin, Görlitz, Erfurt, Magdeburg, Dresden-Meißen zu "Frau und Mutter" Mitgliederzeitschrift der kfd

Frauen sind ein wesentlicher Teil der Kirche, Interview mit dem neuen Präses Michael Noack der kfd im Bistum Görlitz. 

Besuch der Stadtteilmütter in Neuköln: Berliner kfd-Frauen lernen im Rahmn ihres Jahresprogramms "Ungewöhnliche Orte" andere Lebensweisen kennen.

Anstehende Veranstaltungen

26.09.2019
DV Berlin, Klopstockstr. 31, 10557 Berlin
08.10.2019
DV Berlin, Lahnstr. 78, 12055 Berlin